Die SG Basel Fricktal (ehemals SG beider Basel und SG Fricktal) hat eine geschichtsträchtige Chronik hinter sich, hier die Highlights.

Jahr: SG beider Basel  SG Fricktal
 1922fanden die ersten Segelflüge in der Schweiz statt. Basler Jugendliche begannen Ende der 1920er Jahre ein eigenes Flugzeug zu bauen. Sie fanden am 19. Oktober 1931 Anschluss beim Aero-Club Sektion Basel und bildeten somit offiziell die Segelfluggruppe Basel, im selben Jahr als die Swissair, aus der Fusion von Balair und Ad Astra Aero, gegründet wurde. Beheimatet war die Segelfluggruppe Basel zu Beginn auf dem Flugplatz Sternenfeld in Birsfelden.
 1932wurde in der SGB die erste Schweizer Segelfliegerin ausgebildet. Originalton: „Fräulein Erika Lagutt flog als erste Dame in der Schweiz, bei der Segelfluggruppe der Sektion Basel Ae. C. S. am 27. Juni in tadellosem Stil das Brevet A in motorlosem Flug.“
 1933fand das erste „Gempenlager“ statt. Unter dem Aufmarsch tausender Flugbegeisterten starteten die Flugzeuge zu Talflügen Richtung Dornach. Der Anlass hatte internationale Ausstrahlung und bereits damals spielte Sponsoring eine Rolle, das Heckleitwerk des einen Flugzeuges trug gross den Schriftzug „Elmer Citro“.
 1936nimmt Willy Baur, ein talentierter Pilot der SGB, nach erfolgreichen Flügen u.a. von Jungrfaujoch, an der Olympiade in Berlin teil. Segelflugzeuge üben eine sehr grosse Faszination auf die Bevölkerung aus, so wurden sie den auch für Werbung gebraucht: „Süssmost“ zierte den einen Vogel, oder „Wohlfahrt Pianos“ den anderen und anlässlich einer Ausstellung im Stadtcasino hing sogar ein Segelflugzeug von der Decke des Hans Hube Saal.Die Segelfluggruppe Fricktal wird gegründet. Die neun Gründungsmitglieder besitzen ein selbstgebautes Segelflugzeug Zögling und eine  Autowinde. Geflogen wird in Eiken und bei Wil im Fricktal. Bei Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 wird der Segelflug in Grenznähe verboten.Die Gruppe löst sich auf.
 1939standen auch der SGB schwierige Zeiten bevor. Die Segelfluggruppe Basel, Sissach und Möwe schlossen sich zusammen, sie hatten jedoch kein eigenes Gelände. Es bestand der Plan, auf dem Gempenplateau ein Segelflug-Trainingsgelände einzurichten und zu Werbezwecken wurde über dem Marktplatz in Basel, mit Unterstützung der „Direktion der Basler Strassenbahn“ – heute BVB, ein Segelflugzeug aufgehängt. Der Ausbruch des Krieges verunmöglicht die Durchführung der regelmässig abgehaltenen Fluglager auf dem Gempen, der Flugbetrieb wird weitgehend lahm gelegt.In den frühen 40er Jahren kann die SGB sporadisch auf den Flugplatz Olten ausweichen, doch 1943 fällt auch dieser Platz der „Anbauschlacht“ zum Opfer.
 1944nimmt Max Tschudin an einem Segelfluglager im innern der Schweiz, wo fliegen noch möglich ist, teil und schliesst als bester Pilot ab.Das Ende des Krieges  1945  bringt ein Problem wieder akut in Vordergrund: Basel braucht einen Flugplatz, das Sternenfeld steht mit dem Bau des Birsfelder Rheinhafens und Kraftwerkes bald nicht mehr zur Verfügung. Die Bevölkerung hat die Vorlage, in der Hard einen Flugplatz zu bauen, 1943 wuchtig verworfen. Ein Pilot der SGB landete das Segelflugzeuges „Grunau Baby 186“ etwas ungeschickt im Rhein. Das Basler Flugplatzproblem war allerdings nicht Ursache dieser missglückten Landung …Bereits im Sommer 1945 einigte sich Basel mit Paris über den Bau des Flugplatz Basel-Mulhouse, doch für die SGB stand nach wie vor kein eigenes Gelände zur Verfügung.
 1947weht an Ostern ein starker und spezieller Ostwind, der dutzende Segelflieger über dem Hörnli schweben lässt. Offensichtlich ein spezieller Moment, wird doch im Anschluss sogar in der Basler Zeitung darüber berichtet. Im Sommer gelingt Peter Zepf dann als erstem Basler die Überquerung des Jura nach Balsthal. Die Motorfluggruppe Fricktal wird auf Initiative von Albert Rüesch gegründet mit der Absicht, dereinst einen eigenen Flugplatz besitzen und betreiben zu können.
 1948 Sisseln kann Land erworben werden zum Betrieb eines Flugplatzes.
 1950gilt es dann, endgültig Abschied vom Sternenfeld zu nehmen. Die SGB zieht um nach Witterswil, wo erstmals Schulungsflüge in doppelsitzigen Flugzeugen durchgeführt werden. In den Jahren zuvor blieb dem Fluglehrer, nach der Theorie am Boden, nur noch lautes rufen …Die Motorfluggruppe Fricktal ändert den Namen zu AeCS Sektion Fricktal.Dieser Name sollte jahrzehntelang gelten.Vom Sport-Toto waren Fr. 15'000.- eingegangen. Weitere Fr. 15'000.- wurden in Aussicht gestellt, falls auf dem Platz eine Segelflugschule eröffnet würde. Der Sport-Toto unterstütze in Zukunft nur noch den Segelflugsport. Alfred Leoni, der Obmann und Fluglehrer der SG Fricktal aus den Dreissigerjahren, wird beauftragt, wiederum eine Segelfluggruppe zu gründen. Die hierbei gewählte und festgelegte Grundkonstellation, als Untergruppe der Sektion, also der Motorflieger, sollte noch für Jahrzehnte Anlass zu Problemen sein.
 1951Am 9. August 1951 gründen im Hangar auf dem Flugfeld Sisseln 12 Interessierte die Segelfluggruppe Fricktal. Obmann ist Alfred Leoni. Es wird beschlossen, jenen, die sich bis zu einem noch festzulegenden Termin zur Schulung anmelden, ein reduziertes Schulgeld von Fr. 40.00 für die Erlangung des Brevets anzubieten. Die Flotte besteht aus den zwei Zöglingen HB-404 und HB-431und dem Grunaubaby HB-547.Bis Ende 1951 erreicht die Gruppe einen Mitgliederbestand von 16.Bereits am 2. September wird mit der Schulung begonnen. Da Leonis Brevet verfallen ist, stellt uns die Segelfluggruppe Basel abwechselnd an Wochenenden ihre Fluglehrer zur Verfügung. Rutscher, Abheber, Durchzieher, Hochstart!
 1952Die SG Basel muss ihren Flugplatz in Witterswil aufgeben. Von der Sektion Fricktal erhält sie Gastrecht auf dem Sisselnfeld. So zügelt sie also mit ihrem Flugzeugpark, darunter auch eine Tiger Moth als Schleppflugzeug, ins Fricktal.Die SG Fricktal kauft von der SG Basel den Zögling Hb-441 für Fr. 300.00. Von der SG Zürich kauft sie die Spalinger S-18, HB 212, welche noch heute in Schupfart unter dem Hangardach hängt.
 1953Die SG Fricktal entwickelt sich fliegerisch gut. Bereits 574 Starts und 74 Stunden werden in diesem Jahr erflogen. Am Ostermontag wird die neu beschaffte S-18, welche ungesichert am Pistenrand stand, von einer Windböe in die Luft gehoben und beim pilotenlosen Absturz schwer beschädigt. Ein Propellerbruch (!) beim Schlepper HB-OCW führt zum Ausfall desselben und zu ungünstigem Kassenstand. So wird der Wunsch des Obmannes zum Jahresschluss verständlich: „Mehr Mitglieder, weniger Bruch und viel Aufwind!“
 1954Aufgrund einiger Brüche, Schäden und Vorfälle stellt sich der Vorstand die Frage, wie die Schulung sicherer und einfacher zu machen sei. Daher liebäugelt man mit einem Doppelsitzer, um sichere Ausbildung betreiben zu können.
 1955Ein sehr erfolgreiches Jahr! Kauf des Doppelsitzers Bergfalke 2, HB-529 und damit Ende der Zöglingschulung. Paul Giess und Alfred Birrer werden Fluglehrer. Paul Giess, betreut vom Fluglehrer Bodmer der SG Basel, leitet den Schulungskurs  für den militärischen Vorunterricht. Schüler sind unter anderen Gregor Cotting und Felix Harder. Ebenfalls schulen die Schüler der SG Basel fast die ganze Saison bei uns, da ihre S-25 und die beiden Babys in Reparatur sind. In diesem Jahr erstellt die Sektion einen eigenen Segelflughangar.
 1956kauft die SGB ihre erste „Röhnlerche“, dasselbe Flugzeuge, das auch dieses Jahr an den Segelflugtagen Basel zum Einsatz kommt! Als Resultat dieser, für die SGB grossen, Investition wird erstmals eine Kaskoversicherung für ein Flugzeug abgeschlossen.Mit dem neuen, guten Flugmaterial (S-18, Olympia Meise, Bergfalke, Baby) kommt Appetit auf grössere Leistungen. Es gelingen immer mehr Streckenflüge, bis zum Silber-C (50 km).
 1957 gelingt Markus Ritzi ein rekordverdächtiger Flug Basel-Grenoble, sein spannender Bericht kann man als PDF herunterladen Die historisch bedingte Struktur der Fluggruppen im Fricktal führt zu ersten Problemen untereinander. Die erfolgreiche Tätigkeit der SGF veranlasst die Sektion, ihrerseits eine Segelflugschule zu eröffnen und so, notabene direkt als Konkurrent, gegen die eigene Untergruppe SG Fricktal aufzutreten. Als Fluglehrer, Windenfahrer und Materialwart wurden Leute von der SG Basel im Monatslohn angeheuert. Einige Mitglieder der SGF kaufen und restaurieren die AC-4, um sie als Schleppflugzeug verwenden zu können. Der Sektionsvorstand hat sich immer wieder geweigert, ein spezielles Schleppflugzeug zur Verfügung zu stellen.
 1958 Die SG Fricktal floriert, 25 Mitglieder, keine Unfälle, 1316 Starts, 271 Stunden. Die Flugdistanzen gehen bis 189 km. Die Segelflugschule der Sektion ist still entschlafen.
 1959gelingt Petr Zepf ein mindestens so spannender Alpen-Streckenflug von Samaden nach Klagenfurt, auch dieser Bericht kann man als PDF lesen.Erstes Segelfluglager in Samedan mit Bergfalke und Meise. Unvergessliche Flüge über den imposanten Bündner Bergen. Die Pioniere und Gründer der SGF können ihren fliegerischen Traum ausleben wie nie zuvor.
 1960Im zweiten Segelfluglager in Samedan ereignet sich ein schwerer Unfall. Leo Conzett im Bergfalken kollidiert über dem Schafberg mit einer Ka-2, kann sich jedoch mit dem Fallschirm retten. Die schwer beschädigte Ka-2 wird bei der Landung in Samedan zerstört, alle Insassen bleiben unverletzt.
 1961Paul Giess wird neuer Präsident. Zwei Sätze aus dem Schlusswort des abtretenden Präsidenten Leoni: „Die SG Fricktal kann sich rühmen, die letzte Gruppe in der Schweiz gewesen zu sein, die noch einsitzig schulte“.„Wer fliegt hat mehr vom Leben, denn Fliegen ist schön, am schönsten aber ist das Segelfliegen.“Die SGF kauft den neuen Bergfalken HB-690. Gregor Cotting macht mit ihm die erste Aussenlandung beim Strandbad von Le Prese, nachdem er sich von Samedan aus etwas zu weit in den Süden vorgewagt hat.
 1962Das Jahr verläuft unfallfrei und bringt eine gewaltige Steigerung der Flugleistungen. 1775 Starts, 720 Stunden. Paul Giess fliegt mit der Meise 245 km weit. Der neue Zugvogel HB-735 wird angeschafft: 17 Meter schöner, weicher Flügel mit Laminarprofil. Welch ein Versprechen für die Zukunft.
 1963nimmt Markus Ritzi an der Segelflugweltmeisterschaft in Argentinien teil. Die Ankunft der Piloten wird in Junin - Argentinien von 50'000 Zuschauern begleitet.Peter Wehrli gelingt der erste 300 km Flug, Le Pont retour. Das Grunaubaby HB-547 wird in einem FVS-Kurs irreparabel beschädigt und dient vor dem Sisselerhof als 1. Augustfeuer. Als Ablösung der S-18 wird eine Ka-8 bestellt.
 1964Erstmals wird ein Leistungslager in Aosta durchgeführt, welches zu einem grossen Erfolg wird. Nebst den üblichen Schulungs- und FVS-Kursen finden auch Lager in Nancy und Hütten statt.Der Obmann gibt bekannt, dass auf dem Flugplatz Sisseln eine Überbauung durch die Firma Hoffmann-LaRoche erstellt wird. Der Flugplatz wird 1965 geschlossen.
 1965gilt es für die SGB wieder einmal, ein neues Gelände zu suchen. Nach dem kurzen Gastspiel in Witterswil folgte das Sisseler-Feld, heute geprägt von den zahlreichen Fabriken und dem markanten Kamin. Es herrschte Hochkonjunktur, ein Feld ums andere wurde überbaut. Aus sportlicher Sicht ist es jedoch sehr erfolgreich: Markus Ritzi reiste abermals an die Segelflugweltmeisterschaft, in England, und erreicht den zweiten Platz. Er wird vor dem Rathaus von Basler Regierungsrat festlich empfangen.Am Pfingstmontag wird der Flugplatz Sisseln definitiv geschlossen. Die SG Fricktal kann einen Teil der Flugzeuge in Hütten (D) unterbringen. Der Rest wird an verschiedenen privaten Orten in der nahen Umgebung des Sisselerfeldes eingelagert.
 1966beginnt der Bau des Flugplatz Fricktal-Schupfart, ein heller Silberstreifen am Horizont für den Club. 1967 ist der Platz fertig gestellt, die SGB geniesst fortan Gastrecht auf dem neuen Platz mit dem Kürzel LSZI.Der neue Flugplatz Fricktal-Schupfart ist im Bau. Sie SG Fricktal schlägt sich ohne eigenen Platz durch, Improvisation und Flexibilität sind gefragt. Geflogen wir in Beromünster, Hütten und Schänis.
 1967Der Flugplatz Fricktal-Schupfart wird eröffnet. Sogar die Patrouille Suisse fliegt eine Vorführung mit ihrem Kommandanten, Hauptmann Paul Birrer, ehemaliger Zöglingschüler und Mitglied der SG Fricktal. Platzhalter ist die Sektion AeCS, also auch die SG Fricktal. Die SG Basel erhält Gastrechtstatus. Der Grundstein für eine tolle Zukunft ist mit der neuen Infrastruktur gelegt.Zum ersten Mal findet ein alpines Segelfluglager in Zweisimmen statt. Es sollte sich zu einer grossen Tradition entwickeln.
 1968bedeutete nicht nur gesellschaftliche Revolution der Studenten auf den Strassen, sondern auch eine technische Revolution der SGB in der Luft: das erste Segelflugzeug aus Kunststoff, ein „Cirrus“, wurde angeschafft. Lag das Verhältnis sinken zu vorwärts fliegen bei der Röhnlerche noch bei 1:19, so liegt sie nur 15 Jahre später bei 1:36. Diese Entwicklung machte auch ganz neue Distanzen möglich, es wurden regelmässig über 1000 km geflogen.Das Glück wird arg strapaziert als unsere Meise mit der Ka-8 in der Luft über dem Tiersteinberg kollidiert. Beiden Piloten gelingt unverletzt die Landung in Schupfart, die Meise mit stark verkürztem Flügel.Ab Herbst 1968 haben wir ein eigenes Baulokal auf dem Flugplatz.
 1970Neuer Obmann und Cheffluglehrer wird Josef Birrer. Für die Segelflugschulung gibt es nun für jeden Schüler ein Kontrollblatt, auf dem der Fortschritt der Schüler nachvollzogen werden kann.Die SGF beteiligt sich am Jugendtag der Sektion AeCS, einer neuen, gross angelegten PR-Aktion. Auf dem Programm stehen Ausstellungen und Flugdemonstrationen, an denen sich auch die Swissair und die Luftwaffe mit der Patrouille Suisse beteiligen. Es werden ca. 2500 Schüler eingeladen.
 1971Die SGF bekommt den doppelsitzigen Motorsegler SF 25B, HB-2015. Dieses neue Flugzeug, nicht von allen begrüsst, teilweise vehement abgelehnt, sollte sich in Zukunft als Schulungs- und Trainingsflugzeug bestens bewähren. Auch finanziell ist der „Zwick“ (abwertend, Mundart für „Zwitter“) sehr erfolgreich. Im ersten Jahr erreicht er 1456 Starts und 310 Stunden!
 1972stattet der Pilot Fredy Schleiss dem Feld bei der Giornico-Strasse, in der Nähe des Fluggeländes für die Segelflugtage, einen Besuch ab. Seine unfreiwillige Aussenlandung ist auch National-Zeitung einen Bericht wert, die allerdings eher reisserisch von einer „Notlandung“ spricht, was bei weitem nicht der Fall war.Ein tragischer Unfall prägt die Stimmung auf dem Flugplatz. Nach der Kollision zweier Ka-8, eine SGF, eine SGB, verstirbt der 32-jährige Pilot der SGF beim Absturz. Der andere Pilot kann sich mit dem Fallschirm retten.
 1973Die SGF kauft Blech! Der neue B4 Ganzmetallsegler, von den Pilatus Flugzeugwerken in Stans hergestellt, wird im Frühling ausgeliefert. Leider wird dieser schon im August schwer beschädigt bei einer unkontrollierten Landung in einem Baum. Der Pilot bleibt unverletzt. Die aufwändige Reparatur kostet 80% des Neuwertes. Viel Glück hat auch der Pilot der Rhönlerche, welcher im Endanflug unkontrolliert in einen gestossenen Looping gerät, in Rückenlage knapp über den Boden schrammt und schliesslich in einem Baum hängen bleibt.Ernst Bürgin, Dieter Wittwer und Claude Birgy erfliegen je einen Zielflugdiamanten.
 1974Die SGF ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und hat ihre Flotte und Aktivitäten stetig ausgebaut.  Mittlerweile zählt sie 111 Mitglieder. Zum ersten Mal wird der winterliche Theoriekurs mit der SG Basel zusammen durchgeführt.
 1975Die SG Fricktal vollzieht den Schritt ins Kunststoffzeitalter und kauft von Otti Pfister die ASW-15. Eine neue Zeit mit bisher undenkbar guten Flugleistungen der Flugzeuge zeichnet sich ab. Josef Allenspach wird nach dreizehn Jahren als Kassier von Gaston Boeglin abgelöst, der in den kommenden Jahren, mit all den Umwälzungen, Käufen und Verkäufen zum legendären „Gröfhaz“ avancieren wird. (Grösster Flugzeughändler aller Zeiten..)
 1976hat ebendieser Pilot sehr viel – dünne – Luft unter den Flügeln. Fredy Schleiss erreicht über den Flumser Bergen die beachtliche Höhe von 8250müM.
Auf dem Flugplatz Fricktal-Schupfart herrscht hingegen dicke Luft, der SGB wird der Gastrechtvertrag gekündet, bald darauf wird jedoch wieder um einen neuen verhandelt.
Die SGF feiert in der Sonne Magden ein rauschendes Jubiläumsfest zu ihrem 25 jährigen Bestehen. Die ganze Saison herrschte schönes, heisses Wetter und grandiose Streckenflugbedingungen.
 1978Der neue Kunsstoffdoppelsitzer Twin Astir HB-1412 mit Einziehfahrwerk ist da.Das elegante Flugzeug bringt leistungsmässig wieder einen Generationensprung nach vorne. Wegen seines grossen Gewichtes („Stossen!“) und der etwas unbequemen Sitzposition auf dem hinteren Sitz („Pressen!“) wird es nicht von allen uneingeschränkt geliebt.
 1979Hans Benz wird neuer Obmann und wird das Gesicht der SGF in den nächsten 15 Jahren massiv prägen, man kann ihn als Wegbereiter der Moderne für die SG Fricktal bezeichnen. Nach den stetigen, evolutionären Entwicklungen der letzten 28 Jahre bricht unter Hans eine veritable Umgestaltung, Öffnung und Neuausrichtung an.Die SG Fricktal erhält ihr Logo, einen Segelflieger vor einer Cumuluswolke, alles in blau, entworfen von Fredy Schaffner und gedruckt von Willi Häfelfinger.
 1980kann sich die SGB eine neue „Winde“ kaufen. Der Windenstart ist eine wichtige und vor allem für Flugschüler eine günstige Art zu starten. Man hofft, mit dem neu 900 m langen Seil die entscheidenden Meter höher zu kommen, um anschliessend weiter steigen zu können und nicht auf ein Motorgetriebenes Schleppflugzeug angewiesen zu sein. Die Diskussionen um die Lärmbelastung der Freizeitaviatik laufen bereits zu dieser Zeit. Wesentlich leisere Flugzeugmotoren sind aber bereits seit Ende der 80er Jahren auf dem Markt. Die Einführung solcher unter dem Namen „Ultralight“ bekannten Flugzeugen wird jedoch von Bundesrat Leon Schlumpf und später von der Leuenbergair politisch verhindert.
Erstmals in der Geschichte der Gruppe kaufen wir eine eigene Schleppmaschine, die Morane Rallye HB-EZN. Sie soll uns viele Jahre gute Dienste leisten. Die SG Basel beteiligt sich zu einem Drittel. Hintergrund ist der Konflikt mit der Sektion AeCs als Halterin der Schleppflugzeuge, welche kein Geld für den Kauf eines dringend benötigten Schleppers sprechen will. Die Mängel im Organigramm aus der Gründerzeit beginnen sich auszuwirken. Zu dieser Zeit beginnt auch die Diskussion und der Kampf um eine neue Organisation und Aufgabenzuteilung auf dem Flugplatz, mit gerechterer Kostenverteilung zwischen Motor- und Segelflug.Wir beschaffen als Ersatz für den „Zwick“ den Motorsegler C-Falke HB – 2054.
 1981war das letzte grosse Jubiläum der SGB, sie wurde 50 Jahre alt. Der Flugzeugpark konnte stetig modernisiert werden, ältere mit Tuch bespannte Flugzeuge wurden Schritt für Schritt durch solche aus modernen Werkstoffen wie GFK ersetzt.Die neue Winde wird von der SG Basel gekauft und wir beteiligen uns zu einem Drittel. Das zarte Blümchen der Zusammenarbeit unter uns Segelfliegern in Schupfart beginnt zu spriessen. Hingegen werden unsere Bemühungen, innerhalb der Sektion eine faire Kostenwahrheit durchzusetzen an der ausserordentlichen Sektions GV von den Motorfliegern unter Zuhilfenahme von allerlei neuen „stimmberechtigten Passivmitgliedern“ ohne Diskussion abgelehnt. Nach weiteren Machenschaften verlässt die SGF geschlossen unter Protest die GV. Der Kampf um Gleichbehandlung ist eröffnet.
 1982Die Flottenplanungskommission unter Josef Allenspach wird gegründet.Der Streit mit der Sektion um eine neue Struktur der Organisation auf dem Flugplatz geht weiter, es kristallisiert sich aber langsam eine Lösung heraus.Unser eigener Schlepper hat bereits einen namhaften Gewinn erwirtschaftet und dieser wird den beiden Segelfluggruppen ausbezahlt.
Der C-Falke beendet nach einem misslungenen Start sein Flugzeugleben an einem Kirschbaum. Beide Insassen bleiben unverletzt. Wir kaufen den Tandemfalken von Hans Badertscher als Ersatz.
René Stäheli fliegt den ersten Föhnflug mit 5000 Metern Überhöhung ab Schupfart.
 1983Es geht vorwärts wie noch nie zuvor! Die SGF bestellt zwei neue ASK 21 Schulungsdoppelsitzer. Eine davon wird vom Erlös des verkauften Twin Astir plus der generösen Unterstützung durch Hans Badertscher bezahlt. Zusammen mit der SG Basel kaufen wir die zweite Rallye Schleppmaschine. Der Flugtag im September wird zu einem grossen Erfolg.Der Konflikt mit der Sektion ist gelöst: Es gibt neu eine Motorfluggruppe Fricktal, welche gleichberechtigt mit der SG Fricktal, der Sektion als Platzhalterin und –betreiberin untersteht.
 1984Welchen Motorsegler braucht die SGF? Der GV-Beschluss ist bemerkenswert knapp: 16 Stimmen für den Grob G109B, 12 Stimmen für den C-Falken, bei 18 (!) Enthaltungen. Die 46 SGF’ler haben zusammen weise entschieden...
 1985Schulung, Weiterbildung und Training in allen Bereichen erleben einen Boom. Zum ersten Mal wird auch von Dieter Wittwer und Fredy Schaffner ein Streckenflugkurs durchgeführt. Die grossen Aktivitäten schlagen sich auch positiv in der Kasse nieder. Vor allem die seit Jahren durchgeführten FVS-Kurse leisten einen grossen Beitrag. Wir kaufen zwei neue PZL Junioren um all den Schülern nach Abschluss der Grundschulung passende Einsitzer anbieten zu können.Die Flugtage im August werden zum Grossanlass und, dank sehr gutem Wetter, auch zum Grosserfolg.
 1986Die Schulung wird auf ASK 21 umgestellt. Die altbewährten Rhönlerchen weichen den modernen Kunsstoffdoppelsitzern. Zwei neue LS-4 Kunststoffleistungsflugzeuge werden beschafft. In grossen Schritten modernisiert die SGF ihre Flotte. Zum ersten Mal wird im Winter auch von Habsheim (Elsass) aus geflogen.
 1987Der Streckenflugkurs wird von Fredy Schaffner kurzentschlossen wegen schlechten Wetters nach Ascona verlegt, wo der Kurs zu einem Erfolg wird.Wir bekommen als Folge der Restrukturierung zum ersten Mal ein Büro auf dem Flugplatz.
 1988Die SGF boomt. 104 Mitglieder erfliegen 1806 Stunden, was 220 Stunden pro Flugzeug ergibt. Nebst den Lagern in San Vittore, Vinon und Zweisimmen werden in Schupfart fünf Wochen Grundschulung und drei FVS-Kurse durchgeführt. Gleich zwei neue LS-7 werden bestellt.
 1989In einem Vergleichsverfahren setzt sich der Husky als Schleppflugzeug gegen die Maule durch. HB-KCI wird bestellt und sogleich ausgeliefert.Das ungestüme Wachstum erfordert die Erarbeitung eines Leitbildes zum Thema „Grenzen des Wachstums“. Die Zusammenarbeit mit der SG Basel wird nochmals vertieft mit dem Vertrag zur gegenseitigen Benützung von ASK 21 und G 109B.
 1990Der Streckenflug entwickelt sich gewaltig. 17764 Streckenkilometer werden von unseren Mitgliedern gemeldet.Zum ersten Mal findet das Lager in Pont sur Yonne (Frankreich) statt. Das Lager Zweisimmen wird zum ersten Mal von der SGF geleitetAlle Holz- und Blechflugzeuge sind verkauft. Die ganze Flotte besteht aus modernen Kunststoffsegelflugzeugen, zusätzlich der Motorsegler G 109B und die drei Schlepper.
 1991Die SGF kauft den neuen Schlepper Husky HB-KIP. Die Morane HB-ERS wird verkauft. Neu wird auch unter der Woche geflogen, dies findet guten Anklang. Von Dienstag bis Sonntag ist nun Flugbetrieb möglich. Dank der letzten Boomjahre haben wir viele fortgeschrittene Piloten, welche entsprechendes Fluggerät brauchen. Ein Junior wird verkauft und eine brandneue LS-4b mit automatischen Ruderanschlüssen bestellt.Paul Giess tritt nach 40 Jahren Vorstandstätigkeit zurück.
 1992Die neue Ära der Eigenstarter im Gruppenbetrieb beginnt. Die SGF bekommt einen neuen G 103SL, ein eigenstartfähiger Doppelsitzer. Die SGB will eine DG 500M beschaffen und schult deshalb schon vorgängig ihre Piloten auf der nichtmotorisierten DG 500 der Fricktaler.
Die Ortsbürgergemeinde Schupfart hat den Pachtvertrag auf Ende 1994 gekündigt. Es zeichnen sich aussenpolitische Probleme ab.
 1993Zusammen mit der MFGF und der SGB führen wir die Tage der offenen Türe durch. Ein Windenstart kostet fünf Franken! Die Leute kommen in Scharen um die Flugzeugausstellung, Werkstatt, Flugbetrieb und das Hangarfest zu erleben.
 1994Hans Benz tritt nach 15 Jahren als Obmann zurück. Er wird mit Pauken, Trompeten und Schnitzelbank, sowie dem Dank der Gruppe verabschiedet. Hans übergibt seinem Nachfolger Dieter Wittwer eine materiell und personell florierende SGF mit moderner Ausrichtung.Das Wetter erlaubt eine Segelflugsaison der Superlative mit tollen Lagern, guten Leistungen im Nationalen, wie auch an dezentralen Wettbewerben. Als Wermutstropfen ist die technische Unzuverlässigkeit des G103 SL Motorseglers zu bezeichnen.Die Verhandlungen mit der Schupfarter Ortsbürgergemeinde sind zu einem guten Ende gekommen. Am 23.12.1994 wird der neue Pachtvertrag unterzeichnet, ein Garant für das Weiterbestehen und die Entwicklung unseres Flugplatzes.
 1995Beschaffung der zweiten LS-4b. 103 Mitglieder fliegen 2252 Stunden.
 1996Gemeinsam mit der SG Basel wird der Tag der offenen Tür durchgeführt. Die Zusammenarbeit der beiden Gruppen wird auf allen Stufen immer besser.
 1997Der ungeliebte und unzuverlässige Motorsegler G103 SL wird verkauft und eine brandneue DG 505MB bestellt. Erstmals findet die Segelflugkunstflug Schweizer Meisterschaft auf unserem Platz statt. Allein im Lager Pont sur Yonne werden 565 Stunden geflogen.In der Unterdruckkammer des Fliegerärztlichen Institutes in Dübendorf können wir unsere Höhenresistenz kennen lernen. Unter ärztlicher Begleitung steigen wir ohne Sauerstoff simuliert in grosse Höhen auf. Gewisse Fricktaler Piloten schaffen es bis auf 8500m/M, den klaren Verstand verlieren aber alle schon sehr viel früher, wie die Tests während des Aufstieges zeigen. Ein lehrreiches Experiment!
 1998flog das älteste in der Schweiz immatrikulierte Segelflugzeug wieder wie frisch ab der Werft. Das „Grunau Baby HB-87“, nach der kompletten Renovation durch Oski Schuhmacher und Bruno Meier, gehörte seit 1939 zur Flotte der SGB. Die Geschichte dieses Flugzeuges ist ein eignes Kapitel, ein Spiegel der SGB.Grosser Flugtag zum fünfzigsten Jubiläum des Regionalverbandes (genannt „Tage der offenen Türe“). Ein Riesenanlass mit Superprogramm, alle Segelflieger packen gemeinsam an und erzielen einen Publicitygrosserfolg.
 1999Die Junioren Schweizer Meisterschaft, kombiniert mit der Regionalmeisterschaft RAL, wird zu ersten Mal in Schupfart ausgetragen. Dank vielfältigster Aktivitäten wird mit 2483 Stunden und weit über 20'000 erflogenen und dokumentierten Streckenkilometer von den 107 Mitgliedern ein neuer Rekord erflogen. Es wird beschlossen, neue, sehr leistungsfähige LS-8 zu kaufen.Das „Airpick“, unsere tolle Flugplatzbeiz, wir umgebaut und totalrenoviert.
 2000Der neue Obmann Willi Häfelfinger tritt als Nachfolger von Dieter Wittwer sein Amt an. Eine Strukturreform mit Neuorganisation aller Ämter und Gremien wird angedacht.
 2001Die Strukturreform wird umgesetzt, der Vorstand neu konstituiert, neue Statuten eingeführt. 50 Jahre Segelfluggruppe Fricktal sollen im August gross gefeiert werden.Doch leider trifft uns mitten in der Zeit der Vorbereitung am 4. Juni 2001 ein harter Schlag. Zwei Segelflugpiloten der SG Fricktal verlieren ihr Leben in einer ASK 21 über dem Tiersteinberg, als ein anderes Segelflugzeug mit ihnen kollidiert. Dem Einsitzerpiloten gelingt der Ausstieg mit dem Fallschirm, unseren beiden Kollegen leider nicht.
 2002wird Fritz Krieger Schweizer Meister im Segelkunstflug, Kategorie Promotion. Die anspruchsvollen Figuren mit Namen wie „Immelmann“, „Trudeln“, „Rolle“ und natürlich „Looping“ sind nicht nur schön anzuschauen, sondern lassen auch jede Achterbahn-Fahrt wie ein Sonntagsausflug aussehen …Die beiden Cheffluglehrer, Andy Duppenthaler von der SGF und Ronald Stauffer von der SGB, arbeiten auf persönlicher Ebene zusammen und treiben die Annäherung beider Segelflugschulen ohne offizielles Mandat voran. Im Protokoll der Fluglehrersitzung vom 7. November, an der Fluglehrer der SGB teilnehmen, steht: „Der Austausch von Fluglehrern oder Schülern bei Engpässen wird von allen ausdrücklich gewünscht und soll unbürokratisch erfolgen. (…) Als mittelfristiges Ziel können sich alle auch eine gemeinsame Schulung vorstellen.“
 2003Der Jahrhundertsommer! Eine nicht enden wollende Schönwetterperiode mit schier unglaublichen Steigwerten und Basishöhen lässt die Segelfliegerherzen jubeln. 2189 Stunden werden bei besten Bedingungen von 100 Mitgliedern allein auf den Vereinsflugzeugen der SG Fricktal geflogen. Nicht nur Höhepunkt der Statistik, sondern, wie sich später zeigen sollte, auch der ganzen Gruppengeschichte. Der neue Obmann Jürg Weiss sieht die dunklen Wolken am Horizont kommen, als er in seinem Jahresbericht schreibt: “Die Schülerzahl ist gegenüber der Vergangenheit rückläufig, entsprechend auch die Schulungsstunden. Hier ist Handlungsbedarf notwendig, wenn wir die Zukunft der Gruppe sichern wollen“.Andi Duppenthaler präsidiert als unser Cheffluglehrer auch die Sicherheitskommission auf dem Flugplatz und intensiviert die Zusammenarbeit im Schulungsbereich mit der SG beider Basel weiter. Die Schwerpunkte für das für alle Segelflugpiloten obligatorische Saisonbriefing werden gemeinsam erarbeitet und die Veranstaltung wird gemeinsam durchgeführt. Ein wichtiger Schritt in Richtung Zusammengehen der Segelflieger als Sicherung der Zukunft.Unser Mitglied Andreas Allenspach erfliegt an der Weltmeisterschaft in Leszno, Polen, den zweiten Platz! Er wird für seine sportliche Leistung gebührend geehrt an einer Vizeweltmeisterfeier in Schupfart. Siehe Bericht.

Tief erschüttert müssen wir akzeptieren, dass ein lieber Fliegerfreund im Sommer bei einer Kollision mit einem anderen Segelflugzeug im Berner Oberland sein Leben verliert. Sein Copilot, ebenfalls ein Mitglied der SG Fricktal, kann sich mit einem Fallschirmabsprung aus der abstürzenden DG 500 retten.
 2004Sämtliche Segelflugzeuge werden mit dem Kollisionswarnsystem FLARM ausgerüstet und wo immer möglich werden Farbwarnlackierungen angebracht. Eine grosse Investition in die Sicherheit.Sportlich gesehen ist die SGF gut aufgestellt und belegt seit einigen Jahren an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben stets vordere Ränge, allein der Nachwuchs bereitet Sorge.Der Präsident Jürg Weiss und mit ihm der Gruppenvorstand sieht sich mit dem Problem sinkender Mitglieder- und Schülerzahlen konfrontiert. Eintritte 5, Austritte 8. Diese Entwicklung zeigt sich europaweit und guter Rat ist teuer. Quo vadis Segelflug? Flottenoptimierung, Tarifanpassungen, verstärkte Zusammenarbeit unter den Segelfluggruppen und Mitgliederwerbung erscheinen erfolgversprechend.
 2005wurde die SGB als vollwertiges Mitglied des Regionalverbandes Fricktal-Schupfart aufgenommen. Nach jahrzehntelangem Gastrecht ist die SGB nun auch auf dem Papier vollends in Fricktal-Schupfart zuhause.Anfangs Saison verunglückt ein Segelflugpilot der SGF bei einem missratenen Windenstart in Asiago, Italien, tödlich. Ein herber Tiefschlag für alle zu Beginn der Saison.Mitgliederbestand 90. Eintritte 3, Austritte 12.
 2006wird die SGB 75 Jahre alt, oder im heutigen Sprachgebrauch „75 Jahre jung“. Die Zukunft des Segelfluges scheint manchmal ungewiss: Im Jahrestakt neue Einschränkungen des Luftraumes durch die kommerzielle Luftfahrt engen den Bewegungsspielraum ein. Über und unter den Wolken ist die Freiheit längst nicht mehr grenzenlos. Behörden vermuten hinter jedem Steuerknüppel einen potentiellen Terroristen und wie alle Vereine leiden wir an Mitgliederschwund. Die zeitliche Belastung am Arbeitsplatz nahm quer durch alle Schichten derart zu, dass Freiwilligenarbeit immer schwieriger wird. Doch im Rückblick ist gut zu sehen, dass der Wunsch des Menschen zu fliegen auch grösste Hindernisse überwinden kann. Man kann es lernen, bei unseren in der SGB, ein E-Mail genügt!Zur Anpassung an die gesunkene Mitgliederzahl werden Flugzeuge verkauft: 2 Junioren, 1 LS7-WL und der Schlepper Rallye HB-EZN.Der G109B Motorsegler wird mit einem neuen Turbo Motor Korff ausgerüstet.
 2007Die Junioren Schweizermeisterschaft und RM unter OK-präsident Herbi Mösch und Konkurrenzleiter Fredy Schaffner wir ein grosser Erfolg.Mitglieder der SGF erzielen viele sportliche Erfolge im In- und Ausland. Jedoch weiterhin schwindende Mitgliederzahlen (79). Wurden 2003 noch 2189 Stunden erflogen, so waren es 2007 nur noch deren 1128.
Verkauf einer LS-4b nach Israel und Beschaffung der neuen DG-1000S.
 2008Erfreuliche Entwicklung bei den Schülern, die Talsohle scheint durchschritten. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, gelangen Andi Duppenthaler und Sämi Lerch mit dem Antrag an die Vorstände der beiden Segelfluggruppen, die Vision einer vereinigten Segelfluggruppe auf dem Flugplatz Schupfart zu thematisieren. In einer gemeinsamen Arbeitssitzung werden Vor- und Nachteile diskutiert. Aus Sicht des SGF-Vorstandes ist ein Zusammenschluss sehr zu begrüssen.
 2009Mitarbeit der SGF mit vollem Kontingent am Dorffest in Schupfart. Zum ersten Mal in der Geschichte der SGF kommt in diesem Jahr kein einziges neues Mitglied dazu.Das grösste Hindernis für eine Fusion der beiden Segelfluggruppen scheinen unterschiedliche Tarifphilosophien zu sein. Andi und Sämi entwickeln ein Kompromissmodell, welches von den Vorständen abgesegnet und den Gruppenversammlungen zur Annahme empfohlen wird.
 2010war das Jahr der Luftfahrt in der Schweiz. 100 Jahre nach den historischen Ereignissen von 1910 soll mit einer Vielzahl von ganz grossen und kleineren Veranstaltungen an die damaligen Pionierleistungen erinnert werden, unter anderem mit der Duchführung der Segelflugtage Basel. Wer mehr über den Segelflug wissen möchte, findet spannende Infos unterhttp://de.wikipedia.org/wiki/Segelflug oder kommt uns persönlich an den Segelflugtagen Basel auf dem Bruderholz besuchen. Einige der oben erwähnten Piloten, werden anwesend sein.Die SGF ist mit 6 Piloten an der Schweizermeisterschaft in Yverdon als grösste Gruppenvertretung und erhält als Anerkennung ein Flugmodell, welches im Airpick an der Decke hängt. Die Firma Byron schenkt der SGF ein neues Flugstundenerfassungstool und betreibt dieses auch noch ohne Kostenfolge für uns.Die geplante Annäherung der Segelfluggruppen kommt nur in kleinen Schritten voran. Die SGbB hat aber jetzt definitiv beschlossen, die gleichen Verfahren für Abrechnung und Erfassung der Stunden sowie ein ähnliches Tarifmodell auf die Saison 2011 einzuführen.
Die Zusammenarbeit auf der praktischen, alltäglichen Ebene funktioniert aber schon lange bestens. So wird die Junioren Schweizermeisterschaft unter OK-Chef Fredi Zulliger und Konkurrenzleiter Andi Allenspach zusammen mit der SGB in bestem Einvernehmen und erfolgreich durchgeführt. Schon lange besitzen wir gemeinsam Flugzeuge und Winde, benutzen gegenseitig die Flugzeuge der anderen Gruppe und unterrichten unsere Flugschüler gruppenübergreifend.
 2011Die SGB wendet nun die im Jahr 2010 beschlossenen neuen Tarife an und macht ihre Erfassung auch über das Glider Management System der SGF. Zusätzlich kauft sich die SGB bei den Schleppern ein und besitzt nun auch 50% der Schleppflugzeuge. Woran soll denn nun eine Fusion noch scheitern? Es wird wieder einmal eine Arbeitsgruppe eingesetzt, mit dem Ziel, den Zusammenschluss nun endlich zu realisieren.
 2012Das letzte ganze Jahr im Bestehen der Segelfluggruppe Fricktal.63 Mitglieder, davon 56 Aktivmitglieder.
Wir können die DG 505MB nach Deutschland verkaufen und beschliessen an der GV im Herbst den Kauf einer DG 1001 M. Die SGF steht finanziell sehr gesund da und verfügt über eine moderne Flotte: 1 ASK 21, 2LS4b, 1 LS7WL, 2LS8/18, 1DG 1000S, 1 G109B-Turbo. Der langfristige Mitgliederbestand ist aber gefährdet durch Überalterung und Austritte.
Der gordische Knoten im Annäherungsprozess der beiden Gruppen erscheint durch einen genial einfachen Vorschlag von Basil Duppenthaler plötzlich lösbar:
Auflösen der SGF unter der Voraussetzung, dass die SGB sämtliche Mitglieder der SGF aufnimmt und deren Aktiven und Passiven übernimmt. An der ersten gemeinsamen Generalversammlung der Gruppe soll dann ein neuer Name bestimmt werden. Diese Idee wird vom Vorstand aufgenommen, ausgearbeitet und mittels öffentlichen Briefs der ganzen SGF und SGB bekannt gemacht. Die Antwort ist umgehend positiv und in mehreren Arbeitssitzungen wird das gemeinsame Vorgehen verfeinert und ausdefiniert.
 2013fand der grosse Umbruch statt. Die beiden auf dem Flugplatz Schupfart beheimateten Segelfluggruppen fusionierten. Um die Fusion möglichst schlank und mit wenig Aufwand umsetzten zu können, offerierte die Segelfluggruppe Fricktal, sich mit all ihrem Hab und Gut der Segelfluggruppe beider Basel anzuschliessen und ihren alten Verein aufzulösen. Bedingung hierfür war lediglich, dass sich die SGB einen neuen Namen geben wird. Dieser Forderung wurde an der ersten gemeinsamen Generalversammlung entsprochen. Seit dem 31.10.2013 heisst die neue, gemeinsame Gruppe Segelfluggruppe Basel Fricktal (SGBF). Nun, nach jahrelanger Vorbereitung, können alle an einem Strang ziehen. Die Piloten profitieren von einer ansehnlichen Flotte, wobei der administrative Aufwand erheblich reduziert werden kann. Es folgt die Zeit der vielen Kleinabstimmungen, die jetzt noch nötig sind...An der ausserordentlichen GV der SGF am 25. Januar 2013 wird die Auflösung der SGF mit 40 gegen 3 Stimmen beschlossen. Die SGB stimmt der Aufnahme an ihrer GV gar einstimmig zu.Es ist geschafft. Die neue Gruppe aller Segelflieger in Schupfart heisst:
Segelfluggruppe Basel Fricktal
JahrSegelfluggruppe Basel Fricktal
2014Als erste gemeinsamen Flugzeuge der SGBF kommen die beiden Eigenstarter DG-1001M und Arcus M an.