Das Segelfluglager Zweisimmen 2026 hatte dieses Jahr Wetterglück.

Wir konnten wegen Regenschauern und Gewittern nur an einem Tag (01.07.26) nicht fliegen. Von den Gruppenflugzeugen waren die beiden Doppelsitzer BF3 und FB und von den Einsitzern je eine ASW28, die AS34Me und eine LS8 im Einsatz. Folgende privat geflogene Segelflugzeuge sind im Lager mitgeflogen: 2 Antares Elektroeigenstarter, 2 Eigenstarter mit Verbrennungsmotor (DG800B und Ventus-2cM), eine ASG29 und eine DG300. Die einheimischen Segelflieger der ASGZ nahmen tageweise mit insgesamt 7 Flugzeugen und 10 Piloten am Flugbetrieb teil.

Die 15 Lagerteilnehmer generierten mit 11 Flugzeugen in 110 Flügen 433 ½ Stunden und die ASGZ-Mitglieder erflogen in 26 Flügen 107 ¾ Stunden.

So wurden in den zwei Wochen mit 136 Flügen über 541 Stunden geflogen. Das eingemietete Schleppflugzeug PA-18-180M Super Cub war mit 101 Flügen knapp 25 Stunden im Einsatz und benötigte damit im Durchschnitt etwa 1/4h pro Schlepp.

Am ersten Flugtag knickte das Fahrwerk der 12F trotz verriegeltem und gesichertem Fahrwerkshebel bei einer korrekten Landung ein. Die Untersuchung bei Neukom ergab, dass der bereits zuvor verbogene Anlenkhebel gebrochen war.

In einer Nachtaktion wurde dann die 12F mit der XF von LSZI getauscht und die 12F in die Reparatur gefahren. So stand den Teilnehmern immer eine LS8 zur Verfügung. An dieser Stelle erwähne ich gerne, dass die LS8 mit 18 Flügen und knapp 67 Stunden das meistgeflogene Segelflugzeug war.

Da wir im Segelfluglager des SFVS immer einen Flugdienstleiter stellen müssen, teilen wir diese Aufgabe halbtäglich, so dass jeder Teilnehmer die Gelegenheit bekommt, täglich zu fliegen. Die beiden geteilten Flugzeuge waren die ASW28 und die LS8. So erstaunt nicht, dass die B28 am zweitmeisten Segelflugstunden absolviert hat.

Die guten Wetterbedingungen erlaubten meist Flüge an den Wildstrubel, Les Diablerets, Rochers de Naye, Le Moleson, Stockhorn, Niesen, Schilthorn und Gemmipass. Der oft starke Nordwind und die eher bescheidene Basis liessen keine allzu grossen Strecken zu. Trotzdem gab es Teilnehmerflüge bis zum Pilatus, Grimsel, Furka, Nufenen, Rheinwaldhorn, Matterhorn und dem Mont Blanc. Zwei junge einheimische Segelflugtalente schafften am 08.07.26 jedoch zwischen Dents du Midi und Pizol Rekordflüge ab Zweisimmen mit 1008 km und 983 km!

Text FS